Kanada – Zwischen Pazifik, Regenwald und Rocky Mountains
Unsere Kanada-Rundreise war von Anfang bis Ende hervorragend organisiert. Flüge, Unterkünfte und Fährverbindungen wurden vom Team von Thomas Lehr zuverlässig geplant und sorgten dafür, dass wir die Reise ganz entspannt genießen konnten.
Unsere Reise begann in Vancouver, wo wir drei Nächte im Blue Horizon Hotel verbrachten. Dank seiner zentralen Lage ist das Hotel eine klare Empfehlung. Gleich am nächsten Tag unternahmen wir eine geführte Fahrradtour durch die Stadt. Diese war ein idealer Einstieg und vermittelte einen hervorragenden Überblick über Vancouver und seine Sehenswürdigkeiten. Besonders beeindruckt hat uns von Beginn an die entspannte und freundliche Art der Kanadier.
Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte unbedingt FlyOver Canada besuchen – ein tolles Erlebnis für die ganze Familie. Sehr empfehlenswert ist außerdem das Museum of Anthropology für alle, die sich für die Geschichte Kanadas und die Kultur der First Nations interessieren. Die beeindruckenden Totempfähle sind ebenso faszinierend wie der wohl kleinste Totempfahl der Welt, der gerade einmal die Größe eines Streichholzes hat.
Nach drei Nächten übernahmen wir unseren Mietwagen am Flughafen. Zunächst wollte man uns bei National ein älteres Ford-Modell anbieten. Mit etwas Hartnäckigkeit erhielten wir schließlich doch den gebuchten Chevrolet Suburban. Für unsere Reisegruppe mit vier Erwachsenen und zwei Teenagern war das Fahrzeug die perfekte Wahl und bot ausreichend Platz für Personen und Gepäck.
Unsere zweite Station war Victoria auf Vancouver Island. Das Victoria Inn & Suites hat uns sehr gut gefallen und ist eine empfehlenswerte Unterkunft. Victoria selbst verzaubert mit ihrem britischen Flair und einer angenehmen Atmosphäre. Ein Highlight war das Whale Watching. Allerdings machte der starke Seegang nicht allen Mitreisenden zu schaffen – wer empfindlich ist, sollte sich darauf einstellen.
Nach der Überquerung von Vancouver Island erreichten wir Tofino und bezogen die Middle Beach Lodge. Die Lage direkt am Pazifik ist einfach traumhaft und macht die Lodge zu einem echten Wohlfühlort. Die Zimmer könnten zwar eine Modernisierung vertragen, doch das wird durch die einmalige Umgebung mehr als ausgeglichen. Die Pazifikküste mit ihren endlosen Stränden, dem ursprünglichen Regenwald und den zahlreichen Wanderwegen zählt für uns zu den schönsten Landschaften der Reise – ein echter Sehnsuchtsort.
Nach der Ruhe und Natur in Tofino führte uns die Reise nach Whistler. Der Ort ist deutlich touristischer geprägt als unsere bisherigen Stationen. Das Whistler Village Inn konnte uns leider nicht überzeugen und war die Unterkunft, die uns insgesamt am wenigsten gefiel. Ein weiteres kleines Manko waren die Waldbrände in der Umgebung, durch die die Fernsicht während der beeindruckenden Peak-to-Peak-Gondelfahrt leider stark eingeschränkt war.
Anschließend stand eine längere Fahrt nach Clearwater auf dem Programm. Die eher trockene Landschaft rund um Kamloops entsprach nicht ganz unserem Geschmack und bildete einen deutlichen Kontrast zu den grünen Küstenregionen der vorherigen Tage. Unsere Unterkunft, das Alpine Meadows Resort, war dafür ein echtes Highlight. Die wunderschöne Lodge liegt direkt an einem privaten See und ist ein idealer Ort, um zur Ruhe zu kommen. Ob Bootfahren, Stand-up-Paddling oder einfach den Blick auf das Wasser genießen – hier konnten wir wunderbar entspannen. Ein kleiner Hinweis für die Anreise: Empfehlenswert ist die Route über Clearwater von Norden. Die südliche Zufahrt führt über rund 20 Kilometer unbefestigte Straße und ist deutlich weniger angenehm. Weniger überzeugen konnte uns das im Preis enthaltene Continental Breakfast. Dabei entstand durch Einwegverpackungen und Geschirr ein ganzes Tablett voller Müll – etwas, das in dieser beeindruckenden Naturlandschaft irgendwie nicht ins Bild passte.
Auf der Weiterfahrt passierten wir den majestätischen Mount Robson, den höchsten Berg der kanadischen Rocky Mountains. Kurz vor Jasper entdeckten wir dann auch die ersten Wildtiere direkt am Straßenrand – ein unvergesslicher Moment.
In Jasper wurde uns zunächst die gewaltige Kraft der Natur vor Augen geführt. Die Spuren der verheerenden Waldbrände aus dem Jahr 2024 sind noch immer deutlich sichtbar und haben große Waldflächen zerstört. Unsere Unterkunft, Becker’s Chalets, direkt am Athabasca River, war jedoch hervorragend und ist uneingeschränkt zu empfehlen.
Von Jasper aus unternahmen wir eine Bootsfahrt auf dem Maligne Lake, die wir bereits
vorab über Kanadareisen.de gebucht hatten. Der von hohen Bergen umgebene See
zählt zweifellos zu den landschaftlichen Höhepunkten der Reise. Hier wurden wir
schließlich auch mit der ersten Sichtung eines Grizzlybären belohnt – ein ganz
besonderer Moment.
Die letzte Etappe führte uns über den legendären Icefields Parkway nach Banff. Diese Straße gilt völlig zu Recht als eine der schönsten Panoramastraßen Kanadas. Unterwegs besichtigten wir den Athabasca-Gletscher, den Peyto Lake und beeindruckende Wasserfälle. Als weiteres Highlight konnten wir sogar noch einen Schwarzbären beobachten.
Unsere Unterkunft in Banff, die Canalta Lodge, hat uns sehr gut gefallen. Banff ist zwar ebenfalls touristisch, wir empfanden den Ort jedoch deutlich angenehmer als Whistler. Gleichzeitig bietet er eine hervorragende Infrastruktur und zahlreiche Möglichkeiten, die Umgebung zu erkunden.
Ein besonderes Erlebnis war die bereits im Voraus gebuchte Sonnenaufgangstour zum Moraine Lake und Lake Louise. Natürlich waren wir dort auch in den frühen Morgenstunden nicht allein, doch die einmalige Stimmung und die spektakuläre Bergkulisse machten dies schnell vergessen. Beide Seen gehören ohne Zweifel zu den schönsten Orten, die wir auf unserer Reise gesehen haben.
Auf dem Weg zum Flughafen in Calgary legten wir noch einen Zwischenstopp in Canmore ein. Der Ort wirkt kleiner, ruhiger und gemütlicher als Banff und hat uns ausgesprochen gut gefallen – ein schöner Abschluss unserer Reise.
Mit unzähligen beeindruckenden Naturerlebnissen, Begegnungen mit Wildtieren und traumhaften Landschaften im Gepäck traten wir schließlich den Heimflug an. Kanada hat uns mit seiner Vielfalt, seiner überwältigenden Natur und der Gelassenheit seiner Menschen begeistert. Von den vielen Eindrücken werden wir sicherlich noch lange zehren – und eines steht schon jetzt fest: Es war bestimmt nicht unsere letzte Reise nach Kanada.
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