Unsere Traumreise durch Ostkanada
Unsere Reise begann in Nova Scotia – und besser hätte sie kaum starten können. Schon die Fahrt entlang des Marina Drive begeisterte uns mit unzähligen Seen, wunderschönen Häusern und herrlichen Ausblicken auf die Küste. Der erste Abend in Baddeck hätte kaum perfekter sein können: frischer Lobster direkt am Wasser, dazu ein wunderschönes Hotel mit Blick auf den See.
Schon in den ersten Tagen merkten wir, wie abwechslungsreich Ostkanada ist. Morgens dichter Nebel, mittags Sonnenschein und am Abend Temperaturen, bei denen das Poloshirt völlig ausreichte. Auf einer Wanderung bei Arisaig fanden wir sogar einige Fossilien, bevor wir in einem liebevoll umgebauten Eisenbahnwaggon in Tatamagouche übernachteten – eine der außergewöhnlichsten Unterkünfte der Reise.
Überhaupt überraschte uns Kanada immer wieder. Aus einem vermeintlich schnellen Imbiss bei Big Al’s wurde eines der besten Burger-Essen unseres Urlaubs. Die Pommes waren schlicht sensationell.
Die Küsten Nova Scotias boten ständig neue Highlights. Rushtons Beach und die roten Strände der Region waren wunderschön, und gleich mehrfach hatten wir besonderes Glück mit der Tierwelt. Ein Schwarzbär überquerte nur wenige Meter hinter uns die Straße, Seeadler begleiteten uns immer wieder und sogar ein Blauhäher ließ sich direkt vor unserem Hotelfenster fotografieren.
Beeindruckt haben uns auch die Joggins Fossil Cliffs. Das kleine Museum und der riesige Strand mit seinen Versteinerungen waren beeindruckend. Zwar durften wir keine Fossilien mitnehmen, aber die Erinnerungen und Fotos bleiben.
Über die imposante Confederation Bridge erreichten wir Prince Edward Island. Thunder Cove Beach mit seinen roten Sandsteinklippen, Point Prim mit seinem Leuchtturm und der wunderschöne Panmure Beach gehörten für uns zu den schönsten Orten der Insel. Charlottetown begeisterte uns mit historischen Häusern, gemütlichen Straßen, kleinen Geschäften und einer entspannten Atmosphäre. Passend zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft herrschte in den Pubs bereits beste Stimmung.
Auf unserem Weg Richtung New Brunswick erwarteten uns weitere landschaftliche Höhepunkte. Dickson Falls mit seinen moosbewachsenen Felsen wirkte wie aus einem Märchenwald. In Caraquet erlebten wir das ursprüngliche Kanada mit rauen Stränden, unendlich viel Treibholz, Anglern am Meer und sogar einem Rotfuchs am Straßenrand. Zwischendurch gehörte natürlich auch der ganz normale Reisealltag dazu – ein Waschsalon-Besuch endete allerdings damit, dass mein Poloshirt eine Nummer kleiner wurde.
Entlang der Gaspé-Halbinsel wechselten sich kleine Küstenorte, beeindruckende Landschaften und gemütliche Cafés ab. Besonders gefallen haben uns Carleton-sur-Mer und vor allem Percé. Unser Hotel bot einen traumhaften Blick auf den berühmten Felsen und die Basstölpelkolonie. Selbst bei Nebel und Regen hatte der Ort mit seinen kleinen Läden und gemütlichen Cafés einen ganz besonderen Charme.
Die Fahrt durch die Chic-Choc Mountains zeigte uns eine weitere Seite Kanadas. Gewaltige Berge, dichte Wälder und eine Autofahrt im Nebel begleiteten uns bis nach Matane, von wo aus wir mit der Fähre nach Godbout gefahren sind.
Tadoussac wurde schließlich zu einem der absoluten Höhepunkte unserer Reise. Schon der kleine Ort mit seinen Boutiquen und Restaurants war wunderschön. Die Whale-Watching-Tour am nächsten Tag war jedoch unvergesslich. Bei bestem Wetter sahen wir Zwergwale, Belugas, Finnwale und Buckelwale – teilweise direkt neben dem Schiff. Als wir am nächsten Morgen sogar während des Frühstücks noch einen Wal beobachten konnten, fiel der Abschied besonders schwer.
Zum Abschluss führte uns die Reise nach Québec und Montréal. Québec hat uns mit seiner historischen Altstadt, den verwinkelten Gassen, den kleinen Geschäften und der entspannten Atmosphäre sofort begeistert. Die Montmorency Falls und die Île d’Orléans waren schöne Ausflugsziele, bevor wir entlang der Terrasse Dufferin den Blick über den Sankt-Lorenz-Strom genossen. das Hotel lag direkt im Zentrum und man konnte alles zu Fuß erreichen.
Den Abschluss bildete Montréal – passenderweise an meinem 62. Geburtstag. Nach einer 3 stündigen Fahrt ging es in ein modernes Luxushotel mitten in der Großstadt. Der krasse Gegensatz zur Ruhe der vergangenen Wochen machte den Abschluss der Reise noch einmal besonders. Ein fantastischer Burger am letzten Abend rundete unseren Urlaub perfekt ab.
Unser Fazit fällt eindeutig aus: Ostkanada hat unsere Erwartungen in jeder Hinsicht übertroffen. Atemberaubende Landschaften, eine faszinierende Tierwelt, freundliche Menschen, außergewöhnliche Unterkünfte und hervorragendes Essen machten diese Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die von Herrn Lehr zusammengestellte Route war hervorragend geplant und bot genau die richtige Mischung aus Natur, kleinen Küstenorten und Städten. Für uns war es ganz sicher nicht die letzte Reise nach Kanada.
Jürgen und Michaela Habermann
Wir sind für Sie da
Wie können wir helfen?